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Begriffserklärung
Für besseres Verständnis und Begriffserklärungen gibt es jede Menge Nachschlagewerke und Online-Lexika. Rund um das Thema Design begegnen uns Ausdrücke und Redewendungen mit hohem Erklärungsbedarf. Doch etwas Entscheidendes fehlte bisher: das entsprechende Nachschlagewerk!
Auf dem Design-Portal des Netzwerk Design & Medien haben Sie nun die Möglichkeit, design-spezifische Begriffe, Redewendungen und wichtige geschichtliche Ereignisse nachzuschlagen. Das Lexikon soll zum besseren Verständnis beitragen und helfen, sich in der Design-Welt zurechtzufinden!
Das Design A-Z ist ein „on-going-project“: Es wird regelmäßig mit neuen Begriffen ergänzt und ausgeweitet.
Vermissen Sie einen Begriff, eine Redewendung oder kennen Sie eine treffendere Erklärung? Dann schreiben Sie uns bitte an
netzwerk-design@clusterland.at! Wir freuen uns auf Ihre Anregung!
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A wie ...
Anthropometrie
Anthropometrie ist die Lehre über die Ermittlung und Anwendung der Maße des menschlichen Körpers. Sie wird speziell in der Ergonomie verwendet:
• zur Gestaltung von Arbeitsplätzen, zB. Arbeitshöhen, Sitzhöhen
• bei Werkzeugen, zB. Griffgrößen;
• im Arbeitsschutz zur Festlegung von Sicherheitsmaßnahmen, zB. Bemessung von Schutzabdeckungen oder Abständen zu gefahrenträchtigen Teilen
Arbeitsphysiologie
Leistungsphysiologie, als klassisches Teilgebiet der Arbeitsmedizin; befasst sich mit den physiologischen Funktionen des menschlichen Organismus, dessen Leistungsfähigkeit und -grenzen bei der vom Menschen verrichteten Arbeit. Es geht um eine menschengerechte Gestaltung der Arbeitsbereiche. Zur Erklärung und Gestaltung der Mensch-Arbeits-Gesundheits-Beziehung wird ein theoretisches Belastungs-Beanspruchungs-Konzept verwendet.
Additives Gestaltungskonzept
Ein Produkt wird aus mehreren Teilen zusammengefügt. Diese Teile bleiben auch optisch als Einzelteile erhalten, zB ein Kasten besteht im additiven Sinne aus Korpus, Interieur, Türen, Füßen, Griffen. Vom Beginn der Industrialisierung bis in die 50erJahre war dieses Gestaltungsmerkmal in vielen Produktbereichen dominant.
Anti-Design
Anti-Design oder Radikal-Design der 70er Jahre, Italien. Diese Strömung setzte sich die Zerstörung des Fetischcharakters von Gegenständen zum Ziel. Anti-Design ist gegen die Konsumhaltung, gegen den Chic in Mode, Design und Architektur, gegen die Statusbildung durch Design.
Ästhetik
Bis zum 19. Jahrhundert wird Ästhetik (gr.
aísthesis: Wahrnehmung) häufig mit der Lehre von der Schönheit (Kallistik) gleichgesetzt. Die Philosophie ist inzwischen von diesem Verständnis abgerückt. Sie versteht „Ästhetik“ meist entweder als die Theorie und Philosophie der sinnlichen
Wahrnehmung, oder aber als (soziologische) Theorie von Kunst bzw. Design. Demnach entscheiden über den ästhetischen Wert eines Objekts nicht die Begriffe „schön“ und „hässlich“, sondern die Art und Weise der Sinnlichkeit und/oder Sinnhaftigkeit in Verbindung mit dem Zeichensystem des Objekts.
Anzeichenfunktion
Anzeichenfunktion soll die Bedienung und Handhabung von Produkten verdeutlichen, und dies möglichst selbsterklärend. Sie visualisiert deren technische Funktion. Die Gestaltung von Anzeichen erfordert eine intensive Auseinandersetzung mit Benutzern, mit Erfahrungswerten, mit aus bestehenden Produkten erlerntem.