Jedes Produkt ist im Rahmen der Produktpolitik Gegenstand der Formgebung, wobei nahezu unendlich viele Formen in der Wirklichkeit auftauchen. Allerdings lässt sich diese unüberschaubare Vielfalt auf die Grundformen Kugel, Ellipsoid, Würfel, Zylinder, Pyramide und Kegel zurückzuführen. Entscheidend für die Produktgestaltung ist, dass verschiedene Elemente unterschiedliche Gefühle vermitteln.
Farben sind ein sehr kostengünstiges und äußerst flexibles Mittel, um Produkte zu verändern. Die einen aktivieren, die anderen beruhigen, wieder andere wirken schwer oder leicht, freudig oder traurig.
Die Variation des Produktäußeren bietet ein wirksames und leistungsfähiges produktpolitisches Instrument. Insbesondere die ästhetische Qualität der Form, des Materials und der Farbe erscheint in diesem Zusammenhang von Relevanz.
Mit der Lösung von Problemen dieser Art befassen sich in Unternehmen vor allem die Designer. Dies ist unbefriedigend, da alle Aspekte der funktionalen und ästhetischen Produktgestaltung auch aus Marketingsicht relevant sind. Hierfür sprechen folgende Gründe: Zur Sicherstellung eines einheitlichen Marktauftritts der Produkte eines Anbieters scheint ein grundlegendes Designkonzept, das für alle Erzeugnisse gilt, unerlässlich. Es reicht nicht aus, dass ein Produkt durch seine funktionale Zwecktauglichkeit und Leistungsfähigkeit überzeugt. Der ästhetischen Faszination kommt eine zentrale Bedeutung bei der Kaufentscheidung zu. In vielen Unternehmen begleitet der Produktmanager die Generierung eines Erzeugnisses eher planerisch und nicht inhaltlich. Dies genügt nicht, um die Wünsche und Vorstellungen der Nachfrager in Forschungs-, Entwicklungs- und Produktionsabteilungen zu übertragen. Im Rahmen der Produktmodifikation lassen sich zum Beispiel billige Massenprodukte durch modisches Design erheblich aufwerten (z. B. Swatch). Damit erscheint eine grundsätzliche Repositionierung eines Erzeugnisses durch veränderte Designprägnanzen möglich.
Ein Blick in Designstudios offenbart, dass eine Reihe von Designstilen existieren. Ein Überblick liefert einen Eindruck von der Vielfalt und Andersartigkeit der Designwellen.
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Vahlens Großes Marketing Lexikon
Hermann Diller, 2001 und 2003, Beck Juristischer Verlag
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