![]() |
Der Ansatz des "Design for All" oder "universellen Designs" hat als Ziel, Produkte und Umgebungen so auszulegen, sodass sie von einer größtmöglichen Gruppe von Menschen mit unterschiedlichsten Vorraussetzungen, Fähigkeiten, Präferenzen oder Bedürfnissen möglichst problemlos und effizient nutzbar sind. Gerade in der Architektur sind die Auswirkungen von "Design for All", haupsächlich in Zusammenhang mit der Zugänglichkeit von Gebäuden für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen, sichtbar. |
Rampen, Aufstiegs- und Orientierungshilfen ermöglichen auch jenen Menschen den Zutritt, die vom Durchschnitt abweichende Anforderungen haben, wie z.B.: Eltern mit Kinderwagen, Rollstuhlfahrer, älteren Menschen, Menschen mit Sehbehinderungen oder Menschen mit vorübergehenden Einschränkungen.
Die barrierefreie Gestaltung betrifft alle Lebensbereiche, vom barrierefreien Bauen, nutzbaren Haushaltsgeräten, der barrierefreien Gestaltung der Arbeitswelt, barrierefreiem Internet bis hin zu zugänglichen Freizeitaktivitäten. Das Design soll dabei soweit auf die Befürfnisse und Fähigkeiten der Zielgruppen abgestimmt sein, sodass eine direkte Nutzung oder zumindest die Handhabung durch unterstützende Technologien, ermöglicht wird. Der Übergang von Einschränkungen zu Behinderungen ist fließend, wird oft durch Krankheiten oder Unfall ausgelöst und kann somit jeden treffen.
![]() |
Die primäre Zielgruppe der barrierefreien Gestaltung ist keine verschwindende Minderheit, sondern eine beständig, für manche erschreckend schnell wachsende Gruppe der Bevölkerung. Etwa 30% der Bevölkerung leidet gegenwärtig an einer oder mehreren Behinderungen oder ist von einer chronischen Krankheit betroffen. Diese Gruppe ist wegen der Alterung der Bevölkerung ständig im Wachsen begriffen. Das Altern geht meist einher mit dem Aufkommen von Einschränkungen und Behinderungen. "Design for All" wird immer mehr zu einem wichtigen Qualitätskriterium und einem nicht zu unterschätzenden Wirtschaftsfaktor. |
Wie erreiche ich "Design for All"?
![]() |
Die Verschiedenartigkeit der Benutzergruppen sowie der wechselnde Benutzungskontext erfordern flexible Systeme. Um diese Anforderungen zu erfüllen, sollten folgende Design Prinzipien den Entwurfsprozess begleiten: |
![]() |
Broschüre 'Design for All' |
>> download hier |