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Ing. Martin Hiebler
(Geschäftsführer der Joka-Werke, Johann Kapsamer GmbH & Co KG)
11.03.2009

DesignBlitzlicht: Ing. Martin Hiebler von Joka


Name:

Ing. Martin Hiebler
Unternehmen: Joka-Werke, Johann Kapsamer GmbH & Co KG
Atzbacher Straße 17, 4690 Schwanenstadt
http://www.joka.at/
http://www.vela-wellness.eu/


Beschreibung des Unternehmens:

Wir sind ein innovatives Unternehmen, das die europäische Wohn- und Lebenskultur wesentlich mitgestaltet und beeinflusst. Joka ist federführend im Bereich der Forschung und Entwicklung und setzt Meilensteine in der Entwicklung von hochwertigen und funktionellen Systemen und Möbeln im Bereich des Essens, der Entspannung und des Schlafens. Man erinnere sich zum Beispiel an die erste einteilige Federkernmatratze, die „Max-Liege“, das Flexinet-System oder die Doppelliegen, die die Wohnkultur der Kunden nicht nur in Österreich sondern europaweit zum Besseren veränderte. Bei der Entwicklung stellen wir stets den Menschen mit seinen Bedürfnissen im Mittelpunkt. Ein Joka Produkt ist somit stets ein Teil des individuellen Lebensraumes.

Wir passen die Produkte an Kundenwünsche an und können auf Grund unserer flexiblen Organisation rasch, termingerecht liefern und Eilaufträge durchführen. Wir stellen langfristige Kundenzufriedenheit vor kurzfristige. Alle Prozesse, von der Ermittlung der Produktanforderungen über die Entwicklung, Produktion und Qualitätssicherung bis zu Auslieferung und Serviceleistungen, sind auf den Kunden ausgerichtet. Rund 150 Mitarbeiter/innen arbeiten im Bewusstsein der Kundenorientierung und sind sich ihres Handelns in der Prozesskette bewusst. Mit Handelskunden werden in Kooperation gezielt Eigenmodelle für deren Verkauf entwickelt. Bei Projekten werden auf Wunsch des Bauherren oder Architekten Sondermodelle nach deren Wünschen angefertigt. Joka Produkte sind keine Frage des Zeitgeistes oder des Portemonnaies, sondern eine Frage des eigenen Lebensstils.

Welchen Stellenwert nimmt das Thema Design bei Joka ein?
Der Zeit ihre Form. Und der Form ihre Funktion. Nach diesem Prinzip gestaltet Joka Möbel, die ein Höchstmaß an Komfort und Funktionalität mit zeitgemäßem Design verbinden. Das dezent gehaltene Styling fügt sich harmonisch in jede Umgebung ein – und lässt sich optimal mit den unterschiedlichsten Einrichtungen kombinieren.

Gibt es bei Ihnen im Unternehmen eine Designabteilung oder arbeiten Sie mit einem externen Designbüro zusammen?
Im Falle einer externen Zusammenarbeit, wie ist diese entstanden, wie war die bisherige Entwicklung und wie gestaltet sie sich heute?
Wir arbeiten mit Timo Nau zusammen, einem jungen Designer, der visionäre Konzepte durch  seinen handwerklichen Hintergrund mit einem praktischen Zugang verbindet. Die Zusammenarbeit mit Herrn Nau ist über den Kontakt zur FH Salzburg entstanden, wo er 2007 den Studiengang Design- und Produktmanagement mit Auszeichnung abschloss. Heute betreut er die Marke Vela in Richtung Design, aber auch bezüglich der Markenentwicklung und Positionierung.

Sie haben im Frühjahr 2008 ein designstarkes Sitz- und Entspannungsmöbel - VELA  - auf den Markt gebracht. Was kann man sich darunter vorstellen?
Die Produktlinie Vela wird von Ihrem Slogan „Raum für Ruhe“ getragen. Ruhe, im Sinne von Wohlbefinden und Entspannung setzt sich aus verschiedenen Komponenten zusammen, die wir durch Vela abzudecken versuchen. Bei der Entwicklung dieses Raumkonzepts war Individualität ein wichtiger Aspekt, da Menschen Entspannung sehr unterschiedlich definieren. In Konsequenz tritt Vela sehr flexibel hinsichtlich der Wünsche und Anforderung des Benutzers auf.

Was war Joka bei der Gestaltung von VELA wichtig? Was galt es besonders zu beachten?
Die Kernidee einen „Raum für Ruhe“ durch das Segelthema zu gestalten, hat sich in der frühen Konzeptphase abgezeichnet. Diese Idee sowohl in der formalen Gestaltung des Möbels als auch im Markenauftritt bildhaft zu machen war von Anfang an wichtig.

Auf welche Besonderheiten kann VELA verweisen?
Die patentierte 360°C Nutzung des Segels ist sicherlich das Highlight von Vela. Das Segel ermöglicht dem Benutzer, individuell Ein- und Aussicht sowie Licht und Schatten zu gestalten. Eine weitere Besonderheit ist der hohe Liegekomfort, eine von Jokas Kernkompetenzen. Für Möbel im Außenbereich, bzw. Nassbereich ist dieses Thema noch sehr wenig behandelt, jedoch im Zusammenhang mit Entspannung essentiell.

Was ist Ihrer Meinung nach das Geheimnis eines guten Entwurfs?
Ein guter Entwurf muss seinem Grundgedanken folgen. Die Motivation aus der ein Entwurf entsteht muss nach technischer Entwicklung, serieller Produzierbarkeit und anderen Hindernissen des Entstehungsprozess noch klar erkennbar sein. Je visionärer ein Entwurf, desto schwieriger diese Aufgabe.

Gibt es noch andere Kooperationen, wo Joka mit einem internen oder externen Designer zusammenarbeitet? Warum und wie ist die Kooperation entstanden?
Seit 2006 gibt es eine enge Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Kuchl, es wird aber auch mit externen Designern zusammengearbeitet.  Weiters gehen wir auf individuelle Wünsche von Architekten ein. In der eigenen Entwicklungsabteilung beschäftigt Joka 12 Mitarbeiter/innen. „Zukunftsorientierte Handwerkskunst“ – so könnte man die Entwicklung und die Zukunftsstrategien von Joka beschreiben.

Welche Design-Trends nehmen Sie wahr und wie reagieren Sie darauf?
Wie alle Trends, entstehen Design-Trends durch neue Bedürfnisse und den ständigen Wandel der Gesellschaft. Das sich Joka auf Messen und durch andere Medien auf dem neusten Stand hält, versteht sich von selber. Oft jedoch dient Aufmerksamkeit und Weitblick im Alltag gleichermaßen als Inspiration für Neues.

Ihr Tipp für Unternehmen, die Designaktivitäten starten wollen?
Unternehmen - als Marke betrachtet - sollten sich über Ihre Markenwerte im Klaren sein. Design benötigt genau wie jeder andere Unternehmensbereich gerichtete Vorgaben und eine Strategie, die aus Markenwerten heraus entwickelt werden kann.

>> zur Website von Joka


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