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DesignBlitzlicht (Interviews)

Hier finden Sie Interviews zum Thema Produkt- oder Kommunikationsdesign. Schauen Sie sich um und erfahren Sie mehr über Menschen, Unternehmen und Designs.


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Johannes Gradinger
(PLM Sales Conultant, E|B|M)







Beispiel der CAD-Lösung CATIA:






Product development ohne und mit CATIA:




15.07.2009

DesignBlitzlicht: Ing. Johannes Gradinger, PLM Sales Consultant bei E|B|M

Die Schnittstellen zwischen Design und Engineering, oder wie es auch anders gehen kann.


Name: Ing. Johannes Gradinger
Unternehmen: EDV Büro Mülller GmbH
Trattnerhof 2, 1010 Wien
Website: http://www.ebm.at/

Herr Gradinger, bitte beschreiben Sie das Unternehmen E|B|M mit einigen Sätzen.
Die Firma E|B|M beschäftigt sich seit 15 Jahren mit Product Lifecycle Management (PLM)-Lösungen aus dem Hause Dassault Systemes. Wir betreuen mehr als 150 Unternehmen aus den unterschiedlichsten Branchen. Mit fachlicher Kompetenz und 100%-iger Kundenorientierung entwickeln wir langfristige Kundenbeziehungen.

Seit wann gibt es Dassault Systemes und auf welche Bereiche konzentriert sich das Unternehmen? Inwiefern unterscheiden sich die Designlösungen von Dassault Systemes gegenüber anderen Produkten?
Dassault Systèmes ist seit über 25 Jahren führender Anbieter von Product Lifecycle Management (PLM)-Lösungen. Mit seinen PLM-Lösungen CATIA, SIMULIA, DELMIA, ENOVIA und 3DVIA sind Anwender in der Lage, ihre Produkte in 3D zu entwickeln, auszutauschen und zu erleben. Aufbauend auf einer offenen, webbasierten Plattform bieten die Lösungen anwendungsfertige Konstruktions-, Fertigungs- und Geschäftsprozesse, denen die besten Praktiken und Standards von elf Branchen zugrunde liegen.

Die PLM-Branchenlösungen tragen dazu bei, das kollektive Wissen aller an der Produktentwicklung Beteiligten effizient zu sichern. Sie beschleunigen die Bereitstellung innovativer Produkte mit höherer Qualität zu niedrigeren Kosten.

In Ihrem Produktportfolio findet sich auch die CAD-Lösung „CATIA“. Was kann man sich darunter vorstellen und was ist das Besondere daran?
Das CAD-System CATIA ist eine etablierte Marke von Dassault Systèmes und eine weltweit führende Lösung für die Bereiche Produktentwicklung und Innovation. CATIA bietet die Möglichkeit, den gesamten Entwicklungsprozess, vom ersten Designentwurf über die Konstruktion, Berechnung, Simulation und Fertigung bis hin zur Dokumentation abzudecken. Das bringt für Unternehmen viele Vorteile: Sollte etwa ein Designer auch in einer späten Entwicklungsphase eine Änderung durchführen, so werden alle davon abgeleiteten Disziplinen, wie z.B. die Detailkonstruktion, die Zeichnungen, der Zusammenbau, die Simulation und die Anweisungen für die Fertigung automatisch aktualisiert. Da es eine integrierte Lösung ist, treten Schnittstellenprobleme wie Datenverluste oder Verzögerungen durch den Datenaustausch nicht auf.

Gibt es noch weitere Vorteile?
Der intuitive 3D-Ansatz hilft Kunden, ein hohes Niveau an Innovation, Qualität und Kostenüberwachung zu erzielen und die Entwicklungszeit zu reduzieren. Mit CATIA sind die Anwender in der Lage, Produkte virtuell zu konstruieren, darzustellen und die mit der Fertigung verbundenen Fabriksprozesse zu simulieren. So reduziert man die Kosten für den Bau und die Prüfung physikalischer Prototypen. Außerdem verbessert die virtuelle Fertigung die Sicherheit und Ergonomie.

Aufgrund der 3D-Darstellung und der Flexibilität der digitalen Inhalte können alle am Produktenstehungsprozess beteiligte Bereiche – von der Konstruktion über Marketing und Instandhaltung bis hin zum Recycling – Produktdaten austauschen, wiederverwenden und optimieren. Denn das Ziel ist die Optimierung der Gesamtstrategie. CATIA ist das richtige Werkzeug, um dieses Ziel zu erreichen.

Wie kann man sich die Arbeitsweise mit CATIA vorstellen? Wie ist die Handhabung bzw. welches (Zusatz-)Wissen ist notwendig?
Dem Designer bieten sich mehrere Ansätze: entweder modelliert er die Form, wie mit einer Knetmasse - dies erfolgt intuitiv und enorm schnell. Als Basis dazu kann beispielsweise eine Handskizze im 3D hinterlegt werden. Oder er gestaltet die Flächen mit Stützelementen. Je nach Situation kann er mit der einen oder anderen Variante oder einem Mix aus beiden arbeiten. Das Entscheidende daran ist, dass man jederzeit von der einen Variante zur anderen wechseln kann.

Mit dem „Realtime“-Rendering werden Produktvarianten sehr realistisch dargestellt. Da man den Entwurf sofort sieht, kann man sich sofort ein besseres Bild von dem gestalteten Produkt machen – somit entstehen leichter neue Ansätze bzw. Ideen, und damit mehr potenzielle Designvarianten. Und das ist sowohl für Designbüros als auch für Hersteller wichtig.

Mit „Imagine & Shape“, dem CATIA Design Modul, werden Oberflächen erzeugt. Das sind gewöhnliche CATIA-Oberflächen, die im Entwicklungsprozess weiter verwendet werden können. Zum Beispiel für eine Detailkonstruktion (Innenleben eines Parts) oder bereits für die Fertigung.

Und welche Unternehmen arbeiten bereits mit CATIA?
Die Dassault-Designlösungen sind bereits bei vielen Unternehmen sehr erfolgreich im Einsatz: So arbeiten beispielsweise Firmen wie Adidas oder Black & Decker damit. In Österreich setzt unter anderem die Firma Otto Bock die Designlösungen von Dassault Systemes ein.

Zum Schluss noch eine persönliche Frage: Was ist für Sie persönlich das Geheimnis eines guten Entwurfs?
Das Geheimnis eines guten Designentwurfes liegt meiner Meinung nach in der Art und Weise wie dieser entsteht. Wenn es ein Designer schafft, neben der Formgebung auch Punkte wie Herstellbarkeit, Markteignung und Benutzbarkeit schon frühzeitig in das Entwurfskonzept mit einfließen zu lassen, so wird er dadurch ganz sicher die späteren Erfolgschancen auf dem Markt deutlich steigern.

>> zur Website von E|B|M
>> zur Website von Dassault Systèmes / Designstudio

>> zu Praxisberichten und Beispielen im Ressourcen-Center (mit CATIA Anwendern wie Adidas, die Guppi-Gruppe, Guess, Black & Decker, Husqvarna, Nordica oder Citizen Watch)


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