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Nachbericht: DESIGN-TAGUNG-08 | Design macht Erfolg!

Eine gelungene Design-Tagung-08: Etwa 130 Teilnehmer kamen am 13. November 2008 in den Toscana Congress in Gmunden, um Näheres über den Wettbewerbsfaktor Design zu erfahren. Design macht den Erfolg von Unternehmen aus und lässt sich sowohl mit dem gestiegenen ökologischen Verantwortungsbewusstsein als auch wirtschaftlichen Herausforderungen vereinbaren. Der Trend geht weg von der Wegwerfgesellschaft und hin zu Qualität und Nachhaltigkeit.




Viele interessante Vorträge machten bei der Design-Tagung-08 Lust auf die Kreativwirtschaft. Julian Hönig lüftete im ausgebuchten Toscana Congress in Gmunden gut gehütete Geheimnisse der Automobilindustrie. Unter dem Motto "Poesie der Bewegung" war auch die Entwicklung des neuen Audi A4 und des Funktionsautos Cross Coupe wesentlich von emotionalen Determinanten geprägt. Von der Skizze bis zur Modellierung von ersten Anschauungsstücken für die Unternehmensleitung entwickelt sich der Designprozess, bevor ein neues Modell in Serie geht. Dabei sei die emotionale Qualität der handwerklichen Arbeit noch immer ein unersetzlicher Bestandteil eines automatisierten High-Tech-Prozesses. „Gutes Design kann Produkte in jedem Aspekt verbessern – formal, funktional und kostenbezogen. Für mich ist Design die Verschmelzung von Kunst und Technik!“, so der Exterieur Designer von Audi.

Gernot Brauer von der Agentur k.lab für Unternehmenskommunikation erläuterte in seinem unterhaltsamen Vortrag die Grundlagen für ein erfolgreiches Designmanagement und nahm zur praktischen Verdeutlichung einmal mehr auf die Automobilbranche Bezug. Wer den Kunden aus den Augen verliere und nur auf die Konkurrenz schiele, habe schon verloren. Vorbei seien jedenfalls die Zeiten von endlos langen CD-Manuals. Insgesamt sei beim Designmanagement weniger oft mehr. Einfach und gut stellte sich auch das Ergebnis der Transformation einer traditionellen Eckbank von Klaus Pühringer und Marek Gut dar. Gewinnabsicht sei nicht immer die einzige Motivation, zeigte sich Möbelhersteller Pühringer idealistisch und zugleich praxisorientiert. So hat er in Zusammenarbeit mit dem Designer Marek Gut eine schlichte und dennoch faszinierende Sitzecke entworfen.

Als Salzburger Flaggschiff präsentierten sich die funktionellen und zeitlos schönen Yachten des Mattseer Unternehmens Schöchl. Der Unternehmer Manfred Schöchl unterstrich in seinem Vortrag, dass der Weg zum wirtschaftlichen Erfolg über das Design führe. So wurde das aktuelle Produkt von Schöchl-Yachtbau mit dem Prädikat „Europas Yacht des Jahres 2008“ preisgekrönt. Schöchl pflichtete Vorredner Industriedesigner Horst Diener bei, indem er betonte, dass Geiz längst nicht mehr geil sei. In ihrer Doppelconference machten anschließend die Referenten Georg Wagner und Daniel Huber von Spirit Design den Unterschied zwischen oberflächlichem Styling und strategischem Design deutlich. Wolfgang Lehner von der Telekom Austria TA AG in Linz schlug in seinem Vortrag zum Design in der Welt der neuen Medien eine Brücke zu Themenkreis User Innovation, indem er einige Möglichkeiten zum personalisierten Produktdesign über das Internet aufzeigte und die Notwendigkeit betonte, mit seinen Kunden auf gleicher Augenhöhe in einen offenen Dialog zu treten.

In der offenen Diskussionsrunde zum Thema "Design.macht.Erfolg." wurden die zentralen Kernbotschaften der Veranstaltung zusammengefasst. Im Kontext des gesellschaftlichen Diskurses zur derzeitigen Finanzkrise wollten die Referenten keine Bedrohung für die Designwirtschaft erkennen. Im Gegenteil – ein gelungenes Design ergebe sich erst in Zusammenhang mit besonderen Problemstellungen. Eine erfreuliche Entwicklung liege darin, dass Qualität vor allem aus Überlegungen zur ökologischen Nachhaltigkeit heraus zunehmend geschätzt werde. Der Trend gehe weg von der Wegwerfgesellschaft. Somit wurde auch die zentrale Frage beantwortet, wie machtvoll die Designwirtschaft nun tatsächlich sein könne. Das Design eines Produkts determiniere nicht nur die Kaufentscheidung des Konsumenten wesentlich, es könne auch in den Dienst von langfristigeren Zielen zur ökologischen Nachhaltigkeit gestellt werden. 

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